Rollstuhlclub Zentralschweiz

Er wird getragen von der Dachorganisation der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung (SPV) und den Aktiv- sowie Passivmitgliedern des Rollstuhlclubs Zentralschweiz.

Rollstuhlsport auf höchstem Niveau

Es sind einige Top Athleten beim Rollstuhlclub Zentralschweiz, dennoch, auch auf breiter Ebene wird Sport getrieben.

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Rollstuhlbasketball,
das schnellste Spiel auf Rädern

Die Rollstuhl-Teamsportart welche Vergleiche eins zu eins zulässt!

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Ausflüge, dabei sein und geniessen

Der Rollstuhlclub rollt immer wieder durch die Schweiz

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Aussergewöhnliches ist selbstverständlich 

Es sind die nicht alltäglichen Dinge die das Leben reich machen! Zum Beispiel Tanzen..

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Führung durch die Sammlung Rosengart

Samstag, 10. November 2018

Das Interesse an der Führung durch die Sammlung Rosengart unter dem Thema «Künstlerische Herausforderungen, Lebensschwierigkeiten – wie reagieren Künstler darauf?» war gross. Die aus Platzgründen maximale Teilnehmerzahl von 20 war schnell erreicht.

RCZentralschweiz.ch KF Rosengart 1020860

Mit spürbarer Begeisterung, ja Leidenschaft für die Kultur führte uns die Kuratorin Frau Dr. Martina Kral durch die Sammlung. Sie konzentrierte sich dabei auf wenige Künstler und zeigte uns an meist einem einzigen ausgesuchten Bild, welchen Herausforderungen sich der jeweilige Künstler stellen musste.

Gleich zu Beginn zeigte uns Frau Kral einen Künstler, den der Alkohol schon im Alter von 12 Jahren fest im Griff hatte. Maurice Utrillo hat nie erfahren, wer sein Vater war. Seine Mutter, angeleitet von einem Arzt, zeigte ihm die Welt der Malerei. Diese half zwar nicht gegen seine Alkoholabhängigkeit, aber er war schnell erfolgreich damit. Utrillo malte mal intensiv, um gleich darauf wieder betrunken auf dem Gehsteig vorgefunden zu werden.

Chaim Soutine wiederum, das Kind eines Flickschneiders, wollte kein Handwerker werden. Stattdessen wanderte er von seiner Heimat, einem kleinen Dorf in Litauen, aus nach Paris. Er lebte bitterarm und gab sein Geld eher für Malereibedarf aus als für das Essen. Er malte auf Wände und kleine Papierfetzen, wenn er nichts anderes fand. Und dann plötzlich, nach vielen Jahren, verkaufte er auf einen Schlag eine grosse Anzahl Bilder. Von da an gab es eine Nachfrage nach seinen Bildern und er lebte unter finanziell besseren Verhältnissen.

Amedeo Modigliani ist mit 35 Jahren an Tuberkulose gestorben und war schon als Junge krank. Ob er wirklich in einem Fiebertraum zur Malerei kam, ist nicht belegt, aber mindestens eine interessante Legende. Modigliani wurde von seiner Mutter finanziell unterstützt. Berühmt berüchtigt wurde er durch seine Aktbilder. Sie wurden in der damaligen Zeit als skandalös empfunden. 

Marc Chagall hingegen war zuerst sehr erfolgreich und lebte wie viele Künstler in Paris. Während eines Aufenthaltes in seiner Heimat, der eigentlich nur für wenige Wochen geplant war, brach der Erste Weltkrieg aus, wodurch die Grenze geschlossen und eine baldige Rückkehr nach Paris unmöglich wurde. Es gelang ihm schliesslich, nach Berlin zu kommen. Dort machte er einen Teil seiner Bilder zu Geld, um es aber gleich wieder zu verlieren. Die damalige Inflation liess den Erlös seiner Bilder buchstäblich in Luft aufgehen. 

Der letzte vorgestellte Künstler war Paul Klee. Er geriet in die Wirren des 1. Weltkriegs und wurde ins Militär eingezogen. Glücklicherweise überstand er den Krieg unverletzt. Er erlang eine gute Position als Professor an der staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Aber dann ergreifen die Nationalsozialisten in Deutschland die Macht. Klee wurde denunziert und fristlos entlassen. Teile seiner Bilder wurden als «entartete Kunst» konfisziert. Kurz darauf erkrankte er und musste deswegen seine Arbeit phasenweise ganz einstellen. 

Die Ausführungen von Frau Dr. Kral zu diesen Bildern war so lebendig, dass es über fast 90 Minuten hinweg mucksmäuschenstill war. Alle hörten den Geschichten gebannt zu. Beim anschliessenden leckeren Mittagessen im Restaurant Bellini war eine angeregte Unterhaltung zu hören und die Teilnehmer äusserten sich begeistert von der Führung.

Text und Bilder Daniel Stirnimann

 

Wow, soviele Medaillen!!!

Gol und Bronze Berlin2018

Vom 20. – 26. August 2018 fanden in Berlin die Leichtathletik-EM statt.

Wir gratulieren den sehr erfolgreichen Atlethen des Rollstuhlclub Zentralschweiz zu ihren grossartigen Erfolgen in der deutschen Hauptstadt.

 

Manuela Schär T54: Gold 1500 m und 5000 m 

Alexandra Helbling T54: Gold 400 m; Silber 200 m, 800 m und 1500 m;  Bronze  100m 

Patricia Eachus-Keller T54: Bronze 400 m

Tanja Henseler T53: Gold 100 m, Bronze 200 m und 400 m 

Beat Bösch T52: Silber 100 m, Bronze 400 m 

Fabian Blum T52: Bronze 1500 m 

Bojan Mitic T34: Bronze 100 m, 400 m, 800 m 

Marcel Hug T54: Gold 800 m, 1500 m und 5000 m

 

Impressionen zur Leichtathletik EM 2018 in Berlin: Fotos von Daniel Streit/Swiss Paralympic

 

Hoch-Ybrig ganz anders erlebt - Sommer Ziesel-Tour

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Bei prächtigem Wetter versammelte sich eine Gruppe querschnittgelähmte Männer (ja genau, keine einzige querschnittgelähmte Frau) im Hoch-Ybrig. Alle waren sie spürbar heiss darauf einen Ziesel fahren zu können. 

Der Ziesel ist ein elektrisches Raupenfahrzeug des Tiroler Herstellers Mattro, welches speziell für unwegsames Gelände entwickelt wurde. Bedient wird es wie ein Elektrorollstuhl mittels Joystick. Also ist es das ideale Freizeitgerät für Menschen mit einer Querschnittlähmung, die mal so richtig raus in die Natur wollen. Der Ziesel ist ausgerüstet mit Schalensitzen, Überrollschutz und 4-Punkte-Sicherheitsgurten. Mit 500Nm Drehmoment und 30km/h Spitzengeschwindigkeit geht der Ziesel ordentlich ab. 60% Steigung, Neigung und Gefälle sind bewältigbar, ohne zu kippen.

Der Transfer in die Ziesel war für wendige Paraplegiker allein zu schaffen, Tetraplegiker erhielten Unterstützung von einem Ergotherapeuten, welcher den Fahrern auch unterwegs bei Schwierigkeiten zur Seite stand.

Und dann ging es auch schon los, und wie. Die Fahrer waren wild wie Pferde und konnten es kaum erwarten, mal richtig Stoff zu geben. Die Fahrt ging durch eine wunderschöne Berglandschaft mit Wäldern und Wiesen. Auf den meist geschotterten Pisten wurden die Fahrer ordentlich durchgeschüttelt. Zum Schluss der Runde wurden einige sogar übermütig und es waren wilde Überhol- und scharfe Wendemanöver zu sehen. 

Wieder am Ausgangsort angekommen war die Stimmung absolut im Hoch. Es wurde angeregt diskutiert. Auch am abschliessenden gemeinsamen Nachtessen im Restaurant Fuederegg waren nur zufriedene Gesichter zu sehen. Und eines war für die meisten Teilnehmer klar: So etwas wollen sie wieder einmal erleben. So wurde flugs mit dem Veranstalter abgemacht, dass eine weitere Ziesel Tour im Winter starten soll. 

Der Geschäftsinhaber von Impuls Event, Rolf Marty, hat sich übrigens persönlich um unsere Gruppe gekümmert und war auch am gemeinsamen Nachtessen noch mit dabei. Er war begeistert, dass eine Gruppe von Menschen mit einer Querschnittlähmung so einen Event unternahm und es war spürbar, dass er alles in seiner Macht Stehende bewegen wollte, uns ein perfektes Erlebnis zu ermöglich. Hier geht es zum Video.

Text und Bilder: Daniel Stirnimann

 


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