Rollstuhlclub Zentralschweiz

Er wird getragen von der Dachorganisation der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung (SPV) und den Aktiv- sowie Passivmitgliedern des Rollstuhlclubs Zentralschweiz.

Rollstuhlsport auf höchstem Niveau

Es sind einige Top Athleten beim Rollstuhlclub Zentralschweiz, dennoch, auch auf breiter Ebene wird Sport getrieben.

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Rollstuhlbasketball,
das schnellste Spiel auf Rädern

Die Rollstuhl-Teamsportart welche Vergleiche eins zu eins zulässt!

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Ausflüge, dabei sein und geniessen

Der Rollstuhlclub rollt immer wieder durch die Schweiz

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Aussergewöhnliches ist selbstverständlich 

Es sind die nicht alltäglichen Dinge die das Leben reich machen! Zum Beispiel Tanzen..

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Wow, soviele Medaillen!!!

Gol und Bronze Berlin2018

Vom 20. – 26. August 2018 fanden in Berlin die Leichtathletik-EM statt.

Wir gratulieren den sehr erfolgreichen Atlethen des Rollstuhlclub Zentralschweiz zu ihren grossartigen Erfolgen in der deutschen Hauptstadt.

 

Manuela Schär T54: Gold 1500 m und 5000 m 

Alexandra Helbling T54: Gold 400 m; Silber 200 m, 800 m und 1500 m;  Bronze  100m 

Patricia Eachus-Keller T54: Bronze 400 m

Tanja Henseler T53: Gold 100 m, Bronze 200 m und 400 m 

Beat Bösch T52: Silber 100 m, Bronze 400 m 

Fabian Blum T52: Bronze 1500 m 

Bojan Mitic T34: Bronze 100 m, 400 m, 800 m 

Marcel Hug T54: Gold 800 m, 1500 m und 5000 m

 

Impressionen zur Leichtathletik EM 2018 in Berlin: Fotos von Daniel Streit/Swiss Paralympic

 

Hoch-Ybrig ganz anders erlebt - Sommer Ziesel-Tour

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Bei prächtigem Wetter versammelte sich eine Gruppe querschnittgelähmte Männer (ja genau, keine einzige querschnittgelähmte Frau) im Hoch-Ybrig. Alle waren sie spürbar heiss darauf einen Ziesel fahren zu können. 

Der Ziesel ist ein elektrisches Raupenfahrzeug des Tiroler Herstellers Mattro, welches speziell für unwegsames Gelände entwickelt wurde. Bedient wird es wie ein Elektrorollstuhl mittels Joystick. Also ist es das ideale Freizeitgerät für Menschen mit einer Querschnittlähmung, die mal so richtig raus in die Natur wollen. Der Ziesel ist ausgerüstet mit Schalensitzen, Überrollschutz und 4-Punkte-Sicherheitsgurten. Mit 500Nm Drehmoment und 30km/h Spitzengeschwindigkeit geht der Ziesel ordentlich ab. 60% Steigung, Neigung und Gefälle sind bewältigbar, ohne zu kippen.

Der Transfer in die Ziesel war für wendige Paraplegiker allein zu schaffen, Tetraplegiker erhielten Unterstützung von einem Ergotherapeuten, welcher den Fahrern auch unterwegs bei Schwierigkeiten zur Seite stand.

Und dann ging es auch schon los, und wie. Die Fahrer waren wild wie Pferde und konnten es kaum erwarten, mal richtig Stoff zu geben. Die Fahrt ging durch eine wunderschöne Berglandschaft mit Wäldern und Wiesen. Auf den meist geschotterten Pisten wurden die Fahrer ordentlich durchgeschüttelt. Zum Schluss der Runde wurden einige sogar übermütig und es waren wilde Überhol- und scharfe Wendemanöver zu sehen. 

Wieder am Ausgangsort angekommen war die Stimmung absolut im Hoch. Es wurde angeregt diskutiert. Auch am abschliessenden gemeinsamen Nachtessen im Restaurant Fuederegg waren nur zufriedene Gesichter zu sehen. Und eines war für die meisten Teilnehmer klar: So etwas wollen sie wieder einmal erleben. So wurde flugs mit dem Veranstalter abgemacht, dass eine weitere Ziesel Tour im Winter starten soll. 

Der Geschäftsinhaber von Impuls Event, Rolf Marty, hat sich übrigens persönlich um unsere Gruppe gekümmert und war auch am gemeinsamen Nachtessen noch mit dabei. Er war begeistert, dass eine Gruppe von Menschen mit einer Querschnittlähmung so einen Event unternahm und es war spürbar, dass er alles in seiner Macht Stehende bewegen wollte, uns ein perfektes Erlebnis zu ermöglich. Hier geht es zum Video.

Text und Bilder: Daniel Stirnimann

 

Powerchair Hockey - RCZS Lucerne Sharks NLB Meister 2017/18

RCZS Power Hockey Meister NLB 1718 12

Am 2. Juni 2018 war es endlich wieder soweit. Der letzte und entscheidende Spieltag in der Nationalliga B stand bevor. Diesmal ging es nach St. Gallen, also ein sehr weiter Weg für alle. Wenig Schlaf war dementsprechend vorprogrammiert. Nicht nur, weil alle früh aufstehen mussten, sondern auch deshalb, weil bestimmt alle sehr aufgeregt waren. 

Die Ausgangslage war ziemlich klar, wir hatten alles in der Hand um die Meisterschaft für uns zu entscheiden dank des Vorsprungs von zwei Punkten auf die zweitplatzierte Mannschaft aus Aarau (Zeka Rollers B). Somit war klar, gewinnen wir jedes Spiel, ist uns der Pokal nicht zu nehmen. Dies ist aber leichter gesagt als getan.  Das erste Spiel war nämlich gleich das Wichtigste. Aarau, also die zweitplatzierte Mannschaft war der Gegner. Wir konnten uns also schon beim ersten Spiel keine Niederlage leisten, da ansonst der erste Tabellenplatz sofort weg wäre. Ein Sieg hingegen würde uns einen riesen Schritt zum Meistertitel näherbringen. Die Nervosität war spürbar, der Siegeswille aber stärker. 
Wir gingen sehr früh in Führung und das war sofort eine Erleichterung. Diese Führung gaben wir nicht mehr aus der Hand und konnten sogar noch ein zweites Tor schiessen und somit war der Start geglückt und wir konnten unsere Führung in der Tabelle bereits nach dem ersten Spiel auf fünf Punkte ausbauen. Die Euphorie war dementsprechend gross.

Das zweite Spiel war gegen das Team aus St. Gallen (Qualmende Reifen). Also gegen den Gastgeber und mit den meisten anwesenden Fans und lautstarker Unterstützung. Die Fans feuerten ihr Team dementsprechend lautstark an. Waren aber stets fair gegenüber dem Gegner. Wir spielten immer sehr gut gegen diese Mannschaft, so auch heute. Es gelangen uns sieben Tore und somit war uns der Sieg nicht mehr zu nehmen. Wir hatten das Spiel immer unter Kontrolle und meisterten diese Aufgabe mit Bravour. Zwei Gegentore bekamen wir zwar auch, dies war aber nicht schlimm. Zur gleichen Zeit fand ein weiteres wichtiges Spiel statt. Die zweit und drittplatzierten Teams spielten gegeneinander. Das dortige Resultat war auch für uns von grossem Interesse. Das Spiel ging knapp 2:1 für Aarau aus. Dies war für uns gut, da so das Team aus Basel (Red Eagles) drei wichtige Punkte liegengelassen hat und wir im letzten Spiel des heutigen Spieltages auf sie treffen.

Danach gings zum Mittagessen. Wir hatten alle Hunger und freuten uns auf die Verschnaufpause. Es gab Penne mit diversen Saucen. War sehr lecker und stillte jeden Hunger. In den Köpfen von einigen ging bereits das Rechnen los, und was nun alles passieren kann um eventuell vorzeitig bereits Meister zu sein. Wir liessen uns aber davon nicht gross ablenken und wollten einfach jedes Spiel gewinnen. 

Nach dem Essen ging es weiter gegen Bern Rolling Thunder 2). Immer ein unangenehmer und schwer einzuschätzender Gegner. Manchmal sind sie sehr stark und dann kann es passieren das wir sie unterschätzen. Heute waren wir aber einfach in bester Form und hatten das Spiel von Anfang an im Griff. Gingen schnell in Führung und gaben die niemals ab und gewannen hoch verdient und souverän mit 5:1. 

Jetzt war wieder eine längere Pause und die konnten wir gut nutzen. Unsere Rollstühle bekamen nochmal etwas Strom. Ein entscheidendes und wichtiges Spiel folgte. Ein Sieg würde bedeuten, dass wir vorzeitig Nationalliga B Meister sind und somit das Resultat im letzten Spiel nicht mehr relevant wäre. Trotzdem durften wir das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen. Jedes Spiel muss gespielt und gewonnen werden. Der Gegner war die Mannschaft aus Zürich Iron Cats 3). Bekanntlich sehr gut in der Verteidigung, mit einem hervorragenden Goali. Genau so war es auch. Es war sehr schwer ein Tor zu schiessen. Trotz des hohen Ballbesitzanteils wollte der Ball nicht rein. Wir gaben nicht auf und drückten weiter. Die Anstrengung wurde belohnt und das erste Tor gelang uns. Das war schon die halbe Miete. Wir wollten es aber nicht dabei belassen, und wollten ein entscheidendes zweites Tor schiessen um den Sack endgültig zuzumachen. Wir belagerten das gegnerische Tor ununterbrochen und schossen aus allen Positionen. In der zweiten Halbzeit knallte es und es stand 2:0. Die Erleichterung war riesig, und die Freude beim Schlusspfiff war unbeschreiblich. 

Wir wussten, jetzt kann uns der erste Platz nicht mehr genommen werden und wir konnten entspannt aber trotzdem konzentriert ins letzte Spiel. Die Müdigkeit und Erschöpfung war uns anzumerken. Der Gegner war das Team aus Basel (Red Eagles). Eine Mannschaft mit grosser Offensivpower. Wir starteten aber wieder gut ins Spiel und gingen 1:0 in Führung. Die Erschöpfung und möglicherweis auch die Tatsache, dass wir bereits Meister sind führte dazu, dass wir unkonzentrierter weiterspielten. Dies wurde eiskalt ausgenutzt und wir bekamen gleich mehrere Tore hintereinander. War zwar nicht toll, aber es konnte uns eigentlich egal sein. Wir schossen auch noch 2 Tore und am Ende stand es 2:9. Eine sehr klare Niederlage, aber verdient. Basel spielte extrem gut und effizient. 

Ja und das war es. Endlich sind wir Meister geworden. Nach zahlreichen zweiten Plätzen der letzten Jahre und der damit verbundenen Enttäuschung hat es dieses Jahr geklappt. Wir können alle sehr stolz auf uns sein, jeder einzelne hat seinen Beitrag zu diesem Triumph beigetragen. 

 

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