Was war denn am...

EuroLeague, Pilatus Dragons begeistern mit Finalqualifikation

Von den Rängen der Halle im Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil dröhnen die Paukenschläge beider Fanlager. Die Dragons haben soeben ihr Schlussspiel gegen die Dolphins aus Trier mit 58:83 verloren. Zu stark war das deutsche Profiteam. So dass die Zentralschweizer nur eine Halbzeit (31:34 Halbzeitstand) mitzuhalten vermochten. «Der Tank war nach drei hart erkämpften Siegen einfach leer», meinte Spielertrainer Nicolas Hausammann nach dem Spiel. Was die Pilatus Dragons aber zuvor an ihrem Heimturnier zeigten, war Extraklasse. Sie starteten mit einem 62:54 Sieg gegen starke Oldham Owls aus England. Danach folgte ein echter Krimi gegen Nevsky Alliance St. Petersburg. Die Russen liessen sich einfach nicht abschütteln und die Dragons bekamen den schnellen Aufbauspieler Pekka-Tahti nur schwer in den Griff. So pendelte der Dragons-Vorsprung zwischen vier und acht Punkten bis im letzten Spielabschnitt Nachwuchstalent Schwan Wahab und Altstar Walter Spuler den Turbo zündeten. Immer wieder zogen die beiden unwiderstehlich zum Korb durch und punkteten teilweise auch wenn sie gefoult wurden. Auch die so zugesprochenen Bonusfreiwürfe fanden sicher ihr Ziel. So siegen die Dragons doch noch sicher mit 74:58.

Zwei All-Stars in den eigenen Reihen

Am Tag darauf folgte das Morgenspiel gegen die Franzosen aus Lannion. Die Lokalmatadoren gaben sich keine Blösse (77:43 Schlussresultat) und Wahab machte mit sagenhaften 28 Punkten dort weiter wo er am Vortag aufgehört hatte. «Er ist unser Motor. Seine Energie treibt das ganze Team an. Da macht es auch nichts, wenn er mit seinem jugendlichen Leichtsinn mal einen Ball verliert», meinte Assistenztrainer Gregor Konda nach dem Turnier zu Wahabs Leistung. Belohnt wurde der junge Dragon mit der Wahl ins All-Star Team, in das auch sein Spielertrainer Nicolas Hausammann nominiert wurde. Im Schlussspiel gegen das Profiteam aus Trier konnten allerdings auch diese beiden nichts an der einzigen Niederlage des Turniers ändern. «Die Dragons haben uns bis aufs letzte gefordert. Wir mussten in der Halbzeitpause unser Spiel komplett umstellen, um einen Weg gegen ihre starke Defense zu finden», meinte der Trierer Star Dirk Passiwan nach dem Spiel. Mit drei Siegen aus vier Spielen qualifizieren sich die Dragons für das Willi Brinkmann Cup Finale vom 24.-26. April in Zaragoza (ESP).

Zuerst gilt die volle Konzentration aber dem zweiten Playoff Finalspiel der Schweizer Meisterschaft vom kommenden Sonntag, 22. März. Im SPZ Nottwil wollen sich die Dragons gegen die Aigles de Meyrin um 14.00 Uhr den ersten Titel der Saison sichern.