Schaukarderei in Huttwil 2013

DSC04226Was ist attraktiver: Eine Schoggifabrik oder ein Schafwollverarbeitungsbetrieb? Nur 35 Teilnehmer meldeten sich dieses Jahr an, aber fünf mussten sich wegen Unpässlichkeiten wieder abmelden. Die Caillerfabrik zog letztes Jahr 49 Teilnehmer an. Und doch sah ich auch dieses Jahr auf der Heimfahrt nur zufriedene Gesichter!

4. MAI 2013

Am 4. Mai führte uns der SPV-Car zur Karderei in Huttwil (www.kamele.ch). Diese kauft von den Schafbesitzern die Wolle ab. Jede Schafrasse gibt andere Wolle, wertvolle und minderwertige, weisse, farbige. Somit ist auch der Verwendungszweck unterschiedlich. Die Wolle wird also zuerst sortiert. Nachher wird sie gewaschen, was zu 1/3 Gewichtsverlust führt. Beim Kardieren werden die losen Textilfasern ausgerichtet und zu einem Faserband aufgewickelt. Die Weiterverarbeiter übernehmen diese entweder zum Spinnen oder zur Herstellung von Vliesstoffen. Leider hat die schweizer Schafwolle einen schlechten Preis. Deshalb hat der Besitzer die Karderei zu einem ProSpeziaRara-Hof gestaltet. Wir konnten nicht nur verschiedene Schafrassen besichtigen, sondern auch mongolische Kamele (die den Winter ertragen), Lamas, Alpacas, Mohairziegen, Wollschweine.
Im Areal befinden sich auch sechs mongolische Jurten, die für Übernachtungen gemietet werden können.
Ein Renner scheint auch der grosse Verkaufsladen zu sein, wo alle Schafwoll-Endprodukte und sogar Spinnräder verkauft werden. Auf jeden Fall haben viele von uns die Gelegenheit zu einem Einkauf benutzt. Im firmeneigenen Restaurant gabs zum Apéro Schaf-Trockenfleisch, Schafwurst und Hobelkäse. 

Nachher fuhren wir ins Nachbardorf Lotzwil und genossen im Gasthaus Bad Gutenburg ein vorzügliches Mittagessen. Die Heimfahrt führte uns um den Napf herum. In Trubschachen hätten einige noch gerne einen Halt bei der Kambly-Fabrik gemacht. Aber die Zeit dazu reichte nicht. Zum Trost erhielten alle eine Zehnerpackung Kambly-Brezeli.

Bilder und Text: Alex Steiner